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Haus Spatt

 

Gebäudebeschreibung

Der Standort ist ein kleiner Ort, der zur Gemeinde Neulengbach im westlichen Niederösterreich zählt.

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein frei stehendes, zweigeschossiges Einfamilienhaus. Die Dachform ist ein asymmetrisches Satteldach, dessen gesamte Südfläche von Solarkollektoren gebildet wird.

Die Gebäudehauptfassade ist um 20º nach Osten vom Südmittel ausgerichtet. Das grundlegende Gebäudekonzept besteht aus den auf der Südseite gelegenen Wohnräumen und aus der auf der Nordseite nachgelagerten Servicezone. Das Haus ist nicht unterkellert.

Im Erdgeschoß befindet sich der Wohn-, Ess- und Küchenbereich. Dieser ist offen gestaltet. Eine Speisekammer ist auf der Ostseite als kleiner Kubus angefügt, welcher aber nicht Teil der thermischen Hülle ist. Im Obergeschoß befinden sich zwei Schlafzimmer und ein Arbeitszimmer. In der Servicezone befinden sich die Naßzellen, ein Schrankraum und die Haustechnik

Das Stiegenhaus bildet einen eigenen Baukörper. Es verbindet den bestehenden Altbau mit dem Neubau. Es ist an der Nordseite des Gebäudes angeordnet und fungiert gleichzeitig als Eingangszone.

Das Gebäude wurde in Leichtbauweise errichtet. Alle Wände wurden in konventioneller Zimmermannstechnik mit Holzständerwänden aus Konstruktions-Voll-Holz ausgeführt. Auf eine Verwendung von Stegträgern wurde zur Gänze verzichtet.

Durch die Lage des Gebäudes an einem leichten Hang und dem Wunsch der Bauherrin nach einem niveaugleichen Zugang zum Garten auf der Südseite war es notwendig, einen Teil des Riegels erdberührend auszuführen.

Das Gebäude besteht aus einer äußeren Ständerwand. Diese ruht auf einem 15 cm starkem überdämmtem Sockelstreifen. Die innere Ständerwand steht direkt auf der Bodenplatte.

Die Beplankung der Außenseite besteht aus einer diffusionsoffenen MDF-Platte. Als Innenbeplankung wurde eine OSB-Platte verwendet. Die Stöße der inneren Ebene sind verklebt und dienen als Luftdichtung und Dampfbremse. Die Hohlräume des Riegels wurden zur Wärmedämmung mit Steinwollgranulat ausgeblasen.

Auf der Innenseite fungiert eine 5 cm Vorsatzschale, die mit Gipsfaserplatten beplankt ist, als Installationsebene. Hiermit ist auch sichergestellt, dass die luftdichte Ebene nicht durchbrochen oder verletzt werden muss. Im Fußboden zur Bodenplatte wurde zwischen Polsterhölzern ebenfalls Steinwollgranulat zur Wärmedämmung verwendet.

Ein Teil der äußeren Wandfläche besteht aus einer hinterlüfteten Lärchenschalung, ein anderer Teil aus verputzten Trägerplatten.

Im gesamten Gebäude wurde eine Brauchwasserleitung, in die Zisternenwasser eingespeist wird, verlegt.

Luftdichtheit

Beim abschließenden Luftdichtheitstest wurde ein n50 - Wert von 0,3 h-1 im Mittel zwischen Unter- und Überdruck erzielt. Die einzigen messbaren Undichtheiten waren an den Schleifdichtungen der Türschwellen im Stiegenhaus feststellbar.

Heizwärme

Die erforderliche Energie für Warmwasser und Heizung wird von 20 m² Sonnenkollektoren auf dem Dach bereit gestellt. Ein Pufferspeicher von 2.000 Liter dient zur Speicherung. Fehlende Heizenergie kann entweder über einen Pelletsofen im Wohnzimmer oder eine E-Heizpatrone erzeugt werden.

Die Verteilung der Heizwärme erfolgt über ein Zweirohr-Netz zu kleinen Fußbodenheizflächen im Wohnzimmer, in den Naßzellen und in der Küche.

 

Haus Spatt SW

Haus Spatt SO